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Mobile Boardingpässe: Wann versagt der auf Ihrem Handy?

Ein Boarding-Pass auf dem Smartphone ist eine Annehmlichkeit, die sich kurz vor dem Gate in einen Albtraum verwandeln kann. Wir schauen uns an, wann der digitale Boarding-Pass versagt, warum das passiert und was Sie tun können, damit Sie nicht mit leerem Akku und der Miene eines Schiffbrüchigen am Flughafen stranden.

Warum der mobile Boarding-Pass zum Standard wurde

Vor einem Jahrzehnt war ein ausgedrucktes Blatt Papier für jeden Fluggast ein absolutes Muss. Ohne es kam man nicht durch die Sicherheitskontrolle, und an den Schaltern für Passagierservice am Flughafen bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die entweder vergessen hatten, ihren Boarding-Pass zu Hause auszudrucken, oder deren Drucker im letzten Moment die Zusammenarbeit verweigerte. Heute gehört dieses Bild der Vergangenheit an – zumindest theoretisch. Der mobile Boarding-Pass ist in den letzten Jahren zur absoluten Norm geworden, und die meisten Passagiere ziehen es gar nicht mehr in Betracht, vor der Fahrt zum Flughafen irgendetwas auszudrucken.

Der Wandel vollzog sich überraschend schnell. Zwei Faktoren spielten dabei eine Schlüsselrolle: die Verbreitung von Smartphones mit hochauflösenden Bildschirmen und die Einführung eigener mobiler Apps der Fluggesellschaften. Ryanair, Wizz Air, LOT, Lufthansa – jede dieser Fluggesellschaften bietet heute eine eigene App an, die den Boarding-Pass speichert und mit einem einzigen Wisch anzeigt. Hinzu kommen digitale Wallets: Mit Apple Wallet und Google Wallet lässt sich der Boarding-Pass direkt auf dem Smartphone speichern, sodass er auch ohne das Öffnen einer bestimmten App verfügbar ist – man hält das Telefon einfach an das Lesegerät oder hebt es aus dem Sperrbildschirm hoch.

Der Schlüssel zum Erfolg dieser Lösung ist die Bequemlichkeit. Man muss nicht an einen Drucker denken, kein Blatt aus der Tasche kramen oder sich Sorgen machen, dass das Papier zerknittert oder nass wird. Das Smartphone hat man immer dabei – zumindest im Prinzip. Laut Branchendaten der IATA nutzten 2023 über 70 % der Passagiere auf europäischen Strecken ausschließlich den digitalen Boarding-Pass, und im Segment der unter 40-Jährigen lag der Anteil noch höher. Fluggesellschaften fördern diese Lösung aktiv – manche von ihnen, wie Ryanair, verlangen einen Aufpreis für das Ausdrucken des Passes am Flughafen, genau um die Passagiere gezielt zur mobilen Version zu drängen.

Dieser finanzielle Druck ist übrigens ein eigenes Thema, auf das wir später noch zurückkommen. Für den Moment genügt es zu sagen, dass sich der digitale Boarding-Pass nicht durchgesetzt hat, weil er immer zuverlässig ist – er hat sich durchgesetzt, weil er die meiste Zeit bequem genug ist. Und «die meiste Zeit» ist nicht dasselbe wie «immer». Und genau dieses «nicht immer» lohnt es sich, sich viel genauer anzuschauen, bevor Sie das nächste Mal selbstbewusst mit einem auf zwanzig Prozent geladenen Smartphone ins Flughafentaxi steigen.

Reisender zeigt mobilen Boarding-Pass am Flughafen-Gate

Situationen, in denen Ihr Smartphone Sie am Flughafen im Stich lässt

Der Flughafen ist ein Umfeld, in dem jede Schwäche der Technik im ungünstigsten Moment zutage treten kann. Stress, Hektik, Lärm und Menschenmengen sorgen dafür, dass sich ein kleines technisches Problem zu einer Katastrophe auswächst. Im Folgenden finden Sie konkrete Szenarien, in denen der digitale Boarding-Pass versagt – nicht in der Theorie, sondern in der Praxis, am Gate, mit einer Schlange hinter sich.

Ein leerer Akku

Dies ist mit Abstand die häufigste Ursache für Probleme mit einem digitalen Boarding-Pass. Es klingt banal, aber die Statistik ist unerbittlich – fast jeder dritte Passagier gibt zu, mit einem Akkustand unter 20 % am Flughafen angekommen zu sein. Die Taxifahrt, das Prüfen von Anschlussflügen, Musik über Kopfhörer, Navigation – all das zehrt schneller am Akku, als man erwartet. Und der Check-in-Prozess am Flughafen selbst ist nicht kurz: Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle, ein langer Weg zum Gate, oft mit einem Bustransfer zum Vorfeld. In dieser Zeit kann das Smartphone völlig unerwartet den Geist aufgeben.

Verschärft wird das Problem dadurch, dass viele Flughäfen – besonders kleinere, regionale – nur über eine sehr begrenzte Zahl an Steckdosen und Ladestationen verfügen. An kleineren Regionalflughäfen findet man nicht an jedem Gate eine umfangreiche Ladeinfrastruktur. Und selbst wenn man eine Steckdose findet, dauert es mindestens ein paar Minuten, das Smartphone von null auf ein für die Anzeige des Passes ausreichendes Niveau zu laden – und genau diese Minuten hat man möglicherweise nicht, wenn das Boarding gerade begonnen hat.

Kein Internet, wenn der Pass aktualisiert werden muss

Nicht jeder Boarding-Pass funktioniert vollständig offline. Manche Airline-Apps – besonders ältere Generationen – benötigen beim Anzeigen des Passes eine Internetverbindung, um ihn zu aktualisieren oder zu verifizieren. Wenn Sie am Flughafen ohne Empfang sind, Ihr Datenvolumen aufgebraucht ist oder Sie sich in einer WLAN-Zone befinden, die Sie erst zur Annahme der Nutzungsbedingungen auffordert (was schon für sich genommen eine Qual sein kann), verweigert die App womöglich die Anzeige des Boarding-Passes oder zeigt genau im ungünstigsten Moment eine Fehlermeldung.

Dieses Problem tritt besonders häufig an Umsteigeflughäfen außerhalb Europas auf, wo das Mobilfunknetz unberechenbar sein kann und das WLAN am Flughafen – sofern überhaupt vorhanden – eine Registrierung per SMS an eine lokale Nummer verlangt. An Flughäfen in Istanbul, Dubai oder Doha kann es passieren, dass Sie zwar Empfang haben, die Datenübertragung mit Ihrer Heimat-SIM aber ein Vermögen kostet, weshalb Sie sie ausgeschaltet haben. Und genau dann entscheidet die LOT- oder Ryanair-App, dass sie sich mit dem Server verbinden muss.

Ein Absturz der Airline-App

Mobile Apps von Fluggesellschaften gehören nicht gerade zu den stabilsten Programmen der Softwaregeschichte. Jedes Betriebssystem-Update auf dem Smartphone kann unerwartete Konflikte auslösen, und die Apps selbst werden von den Fluggesellschaften manchmal so aktualisiert, dass gespeicherte Daten zurückgesetzt werden. Es gibt Situationen, in denen der Boarding-Pass nach einem Update der Ryanair- oder Wizz-Air-App einfach verschwindet – er liegt zwar auf dem Server und kann erneut heruntergeladen werden, aber das erfordert einen Login, ein Passwort und eine Internetverbindung – siehe vorheriger Punkt.

App-Ausfälle können auch massenhaft auftreten. Wenn vor einem beliebten Kurzurlaubs-Wochenende die Server einer Fluggesellschaft überlastet sind, kann der Versuch, den Pass anzuzeigen, in einer endlos rotierenden Ladeanimation enden. Das ist kein abstraktes Szenario – 2022 funktionierte die Ryanair-App während der Ferienhochsaison mehrere Stunden lang nicht richtig, was an vielen europäischen Flughäfen für Chaos sorgte.

Ein zu dunkles, beschädigtes oder gesprungenes Display

QR-Code- und Strichcode-Lesegeräte an Flughäfen benötigen einen ausreichenden Kontrast und eine ausreichende Bildschirmhelligkeit, um den Boarding-Pass korrekt zu lesen. Ein gesprungenes oder angeschlagenes Display – selbst wenn das Telefon noch funktioniert – kann dazu führen, dass der Scanner am Gate den Code nicht lesen kann. Dasselbe gilt für Displays mit sichtbaren Streifen oder Druckstellen nach einem Sturz.

Ein eigenes Problem ist schlicht die Helligkeit. Der automatische Helligkeitsmodus kann in einer überfüllten, hellen Flughafenhalle den Bildschirm zu niedrig einstellen, besonders wenn der Lichtsensor teilweise von einer Hülle oder einem Finger verdeckt ist. Die für das Scannen von Boarding-Pässen empfohlene Mindesthelligkeit liegt bei etwa 70–80 % des Maximums – viele wissen das nicht und lassen ihr Smartphone im Energiesparmodus, der den Bildschirm automatisch auf ein Minimum abdunkelt.

Displayschutzfolie und das Problem beim Scannen

Dies ist eine der überraschenderen Ausfallursachen, über die selten gesprochen wird. Displayschutzfolien – besonders ältere Typen, matt oder mit Sichtschutzeffekt (Privacy Screen) – können das Lesen des Codes durch den Scanner erheblich erschweren oder sogar ganz verhindern. Matte Folien streuen den Strahl des Lesegeräts, sodass der QR-Code nicht mehr scharf genug ist. Sichtschutzfolien, die den Betrachtungswinkel des Bildschirms einschränken, können dazu führen, dass ein leicht schräg ausgerichteter Scanner das Bild überhaupt nicht erkennt.

Das Problem betrifft auch ältere Folien, die mit der Zeit vergilben, Kratzer bekommen oder sich an den Rändern ablösen und dabei Luftblasen genau dort bilden, wo der Code angezeigt wird. Am Flughafen London Stansted – einem der verkehrsreichsten Low-Cost-Drehkreuze Europas – bittet das Gate-Personal Passagiere ziemlich regelmäßig, die Folie zu entfernen, oder verweist sie an eine Station mit manuellem Scanner, wenn das automatische Lesegerät Schwierigkeiten hat.

Der Pass ist abgelaufen oder wurde nach einem Systemupdate zurückgesetzt

In Apple Wallet oder Google Wallet gespeicherte Boarding-Pässe sind in der Regel zuverlässig – bis das Betriebssystem des Telefons ein größeres Update durchläuft. Updates von iOS oder Android können in seltenen Fällen den Inhalt der digitalen Wallet zurücksetzen oder eine erneute Autorisierung verlangen, bevor die Pässe wieder verfügbar sind. Wenn das Update in der Nacht vor dem Abflug automatisch heruntergeladen und installiert wurde, stellen Sie am Morgen womöglich fest, dass Wallet Sie erst per Face ID entsperren oder eine PIN eingeben lässt, bevor überhaupt etwas angezeigt wird – und in der Hektik am Flughafen kann das eine Panik auslösen, die in keinem Verhältnis zum eigentlichen Problem steht.

Ein eigenes Phänomen ist das Ablaufen von Boarding-Pässen in Airline-Apps nach einer bestimmten Zeit seit dem Online-Check-in. Manche Fluggesellschaften setzen die Gültigkeitsdauer des Passes auf 24 oder 48 Stunden ab dem Zeitpunkt des Online-Check-ins fest. Wenn der Check-in einige Tage zuvor erfolgte und der Pass nicht in Wallet, sondern nur in der App gespeichert wurde, kann es sich herausstellen, dass Sie sich erneut anmelden und den Boarding-Pass neu herunterladen müssen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber am Gate, mit einer Schlange hinter sich, zählt jede Minute.

Smartphone mit Boarding-Pass und niedrigem Akkustand am Gate

Flughäfen und Fluggesellschaften, die weiterhin einen Papier-Pass verlangen

Die Digitalisierung des Check-ins am Flughafen schreitet voran, aber nicht überall im gleichen Tempo. Entgegen dem, was man aufgrund von Erfahrungen mit großen europäischen Drehkreuzen vermuten könnte, gibt es nach wie vor Fluggesellschaften und Flughäfen, an denen ein Papier-Boarding-Pass keine Option, sondern eine Pflicht ist. Das betrifft sowohl kleine Regionalflughäfen in Entwicklungsländern als auch einige recht bekannte europäische Fluggesellschaften, die aus verschiedenen Gründen spezifische Boarding-Regeln beibehalten.

Die größte Überraschung ist für viele Reisende in der Regel die Praxis der Charter-Fluggesellschaften. Das Reisebüro schickt eine Buchungsbestätigung per E-Mail, der eigentliche Boarding-Pass wird jedoch erst am Flughafen ausgestellt – am Schalter des Reiseveranstalters. Das ist Standard bei Charterflügen, die von Pauschalreiseveranstaltern wie TUI und anderen organisiert werden, bei denen man nicht selbst online eincheckt, sondern den Boarding-Pass physisch in der Abflughalle erhält. Keine mobile App kann das ersetzen, denn es gibt schlicht nichts herunterzuladen.

Es lohnt sich auch, auf die Unterschiede zwischen den Streckentypen zu achten. Langstreckenflüge, die von Fluggesellschaften außerhalb Europas – insbesondere aus Asien und Afrika – durchgeführt werden, sind bei der Akzeptanz rein digitaler Boarding-Pässe tendenziell konservativer. Manche von ihnen verlangen bei der Sicherheitskontrolle im Zielland ein physisches Dokument, selbst wenn ein Online-Check-in möglich war. An Flughäfen in Ostafrika, Südasien oder Lateinamerika gibt es Kontrollpunkte, an denen ein Grenz- oder Flughafensicherheitsbeamter kategorisch einen Papier-Pass verlangt – und es ihn nicht interessiert, dass Sie zu Hause alles über Ihr Smartphone erledigen.

Fluggesellschaft Akzeptiert E-Boarding-Pass Anmerkungen und Ausnahmen
Ryanair Ja Verlangt den Pass in der Ryanair-App oder als Ausdruck – akzeptiert keine Screenshots; berechnet bis zu 55 € für den Ausdruck am Flughafen
Wizz Air Ja Akzeptiert den Pass in der App oder in Apple/Google Wallet; Screenshots werden nur an manchen Flughäfen akzeptiert
LOT Polish Airlines Ja Volle mobile Unterstützung; Pass in der App und in Wallet verfügbar; an den meisten europäischen Flughäfen keine Probleme
Lufthansa Ja Akzeptiert den E-Boarding-Pass; bei Anschlussflügen über Frankfurt oder München lohnt sich ein Backup – die Gates können streng sein
Charter-/Pauschalflüge (z. B. TUI) Nein / eingeschränkt Boarding-Pass wird physisch am Schalter des Reiseveranstalters ausgestellt; im Standardmodell kein Online-Check-in
EasyJet Ja Akzeptiert den mobilen Boarding-Pass; bei Flügen ins Vereinigte Königreich lohnt sich nach dem Brexit ein Ausdruck als Backup – Kontrollen können förmlicher ausfallen
Turkish Airlines Ja Akzeptiert den E-Boarding-Pass auf den meisten Strecken; bei Umstiegen über Istanbul gibt es manchmal zusätzliche Dokumentenkontrollen, die eine Papierversion erfordern
Regionale und lokale Fluggesellschaften (z. B. Air Arabia, Biman) Oft nein Viele kleinere außereuropäische Fluggesellschaften verlangen weiterhin einen Papier-Boarding-Pass; vor dem Flug immer prüfen

Bevor Sie ohne ausgedruckten Pass von zu Hause aufbrechen, lohnt es sich, die Richtlinie der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen – besonders wenn Sie eine Strecke zum ersten Mal fliegen oder in ein Land reisen, in dem die Flughafeninfrastruktur weniger vorhersehbar ist. Auf der Website der Fluggesellschaft finden sich meist Informationen zu den akzeptierten Formen des Boarding-Passes, auch wenn diese manchmal tief im FAQ-Bereich vergraben sind. Eine Faustregel, die man sich merken sollte: Je weiter weg von Westeuropa, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Papier notwendig wird. Und je günstiger die Fluggesellschaft, desto konsequenter setzt sie in der Regel ihre eigenen spezifischen Check-in-Regeln durch.

Displayschutzfolien, Helligkeit und andere technische Fallen

Wenn von Problemen mit einem digitalen Boarding-Pass die Rede ist, denken die meisten an einen leeren Akku oder fehlendes Internet. Dabei gibt es eine ganze Kategorie weitaus heimtückischerer Probleme – technische Kleinigkeiten, die unter normalen Bedingungen überhaupt keine Aufmerksamkeit erregen, am Flughafen-Gate jedoch effektiv den Durchgang blockieren können. Displayschutzfolien, Helligkeitseinstellungen, Energiesparmodi – jedes dieser Elemente kann darüber entscheiden, ob der Scanner Ihren Boarding-Pass in einer Sekunde liest oder das Personal technische Hilfe rufen muss.

Beginnen wir mit den Displayschutzfolien, denn das ist ein Thema, das selbst erfahrene Reisende überrascht. Eine matte Folie gehört zu den beliebtesten Optionen unter Smartphone-Nutzern – sie eliminiert Lichtreflexionen, reduziert Fingerabdrücke und lässt den Bildschirm eleganter wirken. Das Problem ist, dass genau die Eigenschaft, die Reflexionen reduziert, für QR- und Strichcode-Lesegeräte destruktiv ist. Der Scanner am Flughafen-Gate sendet einen Infrarotstrahl oder einen roten Laser aus, der vom Bildschirm reflektiert wird und zum Sensor des Lesegeräts zurückkehrt. Eine matte Folie streut diesen Strahl, sodass der Sensor statt der scharfen schwarz-weißen Quadrate des Codes ein unscharfes, unlesbares Bild empfängt.

Nicht jede Folie verhält sich gleich – die Auswirkung auf das Scannen hängt von Typ, Zustand und Alter ab. So kommen die verschiedenen Folientypen mit Flughafen-Lesegeräten zurecht:

  • Matte Folie (Anti-Glare) – erschwert das Lesen von QR- und Strichcodes erheblich; die gestreute Oberfläche verringert den für den Scanner sichtbaren Kontrast des Codes; bei älteren oder günstigeren Lesegeräten kann das Scannen dadurch ganz unmöglich werden.
  • Sichtschutzfolie (Privacy Screen) – begrenzt den Betrachtungswinkel des Bildschirms auf etwa 30–45 Grad; ein auch nur minimal schräg ausgerichteter Scanner erfasst das Bild unter Umständen nicht; besonders problematisch an Gates mit hoch oder niedrig montiertem Lesegerät.
  • Glänzende Folie (Gloss) in gutem Zustand – beeinträchtigt das Scannen in der Regel nicht negativ; erhält Kontrast und Schärfe des Codes; die beste Kompatibilität mit Flughafen-Lesegeräten.
  • Glänzende Folie mit Kratzern, Blasen oder sich ablösenden Rändern – die beschädigten Folienabschnitte erzeugen genau über dem Code optische Störungen; besonders gefährlich, wenn Luftblasen im mittleren Bereich des Bildschirms auftreten.
  • Panzerglas mit UV- oder Blaulichtfilter – für das Scannen in der Regel neutral, manche Filter verändern jedoch die vom Sensor des Lesegeräts wahrgenommene Bildschirmhelligkeit; in Extremfällen kann das die Lesegenauigkeit verringern.

Der zweite Faktor, der für eine überraschend große Zahl von Problemen am Gate verantwortlich ist, ist die Bildschirmhelligkeit. Den meisten Passagieren ist nicht bewusst, dass Flughafen-Scanner spezifische Anforderungen an den minimalen Kontrast und die Leuchtdichte des angezeigten Bildes stellen. Bei einem zu dunklen Bildschirm werden QR-Code und Strichcode für das Lesegerät unlesbar – der Sensor kann die schwarzen Module des Codes nicht vom dunklen Hintergrund unterscheiden. Die empfohlene Helligkeit beim Scannen beträgt mindestens 70–80 % des Maximalwerts des Bildschirms, während sich die meisten Smartphones im Automatikmodus deutlich niedriger einstellen, besonders in Räumen mit gedämpfter Beleuchtung.

Besonders tückisch ist der Energiesparmodus, den die meisten Betriebssysteme automatisch bei einem Akkustand unter 20 % aktivieren. Dieser Modus dimmt den Bildschirm nicht nur auf ein absolutes Minimum, sondern blockiert bei manchen Android-Geräten zusätzlich das manuelle Aufhellen – selbst wenn Sie den Helligkeitsregler manuell nach oben ziehen, kann das System ihn sofort wieder herunterregeln. iPhones im Stromsparmodus verhalten sich in dieser Hinsicht etwas besser, schränken aber ebenfalls einige Funktionen im Zusammenhang mit der Bildschirmreaktion ein.

Eine eigene Problemkategorie stellt die Always-On-Display-Funktion dar, die auf Geräten wie dem Samsung Galaxy S oder dem Google Pixel verfügbar ist. AOD zeigt Uhrzeit und grundlegende Benachrichtigungen auf einem gedimmten Bildschirm mit sehr geringer Helligkeit an. Das Problem entsteht, wenn ein Passagier versucht, den Boarding-Pass zu scannen, ohne das Smartphone vollständig zu aktivieren – der AOD-Bildschirm zeigt zwar ein Bild, dessen Helligkeit jedoch um ein Vielfaches niedriger ist als im aktiven Modus. Der Scanner am Gate liest den Code vom AOD-Bildschirm nicht, und das Flughafenpersonal versteht nicht immer sofort, warum das Telefon «zwar leuchtet, aber nicht funktioniert». Aktivieren Sie den Bildschirm des Smartphones vor dem Gate immer vollständig – drücken Sie den Einschaltknopf oder berühren Sie den Bildschirm, vergewissern Sie sich, dass die volle Helligkeit angezeigt wird, und legen Sie das Telefon erst dann unter den Scanner.

Erwähnenswert ist auch ein technisches Detail, das den meisten Reisenden entgeht: die Bildschirmausrichtung beim Scannen. Manche Flughafen-Lesegeräte sind auf ein bestimmtes Code-Layout kalibriert – horizontal oder vertikal. Wenn Sie das Telefon vertikal halten, während das Lesegerät ein horizontales Code-Layout erwartet, kann das Scannen beim ersten und zweiten Versuch fehlschlagen. Das liegt weder an einem Fehler Ihres Telefons noch an einem defekten Code – drehen Sie das Gerät einfach um 90 Grad und versuchen Sie es erneut. Das Gate-Personal kennt dieses Problem gut, erwähnt es aber in der Hektik des Boardings nicht immer sofort.

Smartphone-Display mit Displayschutzfolie beim Scannen des Boarding-Pass

Was tun, wenn der Pass auf dem Smartphone nicht funktioniert – Schritt für Schritt

Selbst der bestvorbereitete Reisende kann in eine Situation geraten, in der am Gate etwas schiefläuft. Entscheidend ist dann Ruhe und das Wissen, dass es konkrete Auswege gibt – der Flughafen ist keine Falle ohne Ausweg, und das Personal erlebt solche Fälle täglich. Wichtig ist zu wissen, in welcher Reihenfolge man vorgeht, denn chaotisches Hin- und Herlaufen zwischen Schaltern verschwendet nur Zeit, von der beim Boarding meist ohnehin nicht viel übrig ist.

Wenn der Scanner Ihren Pass nicht liest, gehen Sie in folgender Reihenfolge vor:

  • Erhöhen Sie die Bildschirmhelligkeit auf das Maximum und schalten Sie den Energiesparmodus aus – das löst einen Großteil der Leseprobleme innerhalb weniger Sekunden; prüfen Sie außerdem, ob der Bildschirm vollständig aktiv ist und sich nicht im AOD-Modus befindet.
  • Versuchen Sie, das Telefon horizontal zu drehen – manche Lesegeräte kommen mit einem horizontal angeordneten Code besser zurecht; manchmal reicht diese eine Änderung aus, damit das Scannen sofort funktioniert.
  • Bitten Sie das Gate-Personal um einen manuellen Scan – das Personal verfügt über Handscanner, die oft besser zurechtkommen als die stationären Lesegeräte am Gate; Sie müssen nichts erklären, zeigen Sie einfach das Telefon und bitten Sie um Hilfe.
  • Nennen Sie Ihre Buchungsnummer oder Ihren Namen – das Personal kann Ihren Boarding-Pass im System nachschlagen, ohne etwas scannen zu müssen; halten Sie die Buchungsbestätigung mit der PNR-Nummer griffbereit.
  • Gehen Sie zum nächsten Passagierservice-Schalter – wenn das Gate bereits geschlossen ist oder das Problem mehr Zeit erfordert, druckt der Schalter in der Abflughalle Ihren Pass aus oder löst das Systemproblem; warten Sie nicht passiv am Gate, wenn das Boarding läuft.
  • Als letzte Möglichkeit – drucken Sie den Boarding-Pass am Flughafen aus; Details zu Kosten und Standorten finden Sie in der Tabelle unten.

Wenn Sie in eine Situation geraten, in der der einzige Ausweg das Ausdrucken des Passes vor Ort ist, lohnt es sich, vorher zu wissen, wo man danach sucht und wie viel es kostet. Die Preise variieren je nach Flughafen und Fluggesellschaft erheblich – an manchen Flughäfen ist der Service kostenlos oder symbolisch bepreist, an anderen kann es den Geldbeutel empfindlich treffen, besonders wenn Sie mit Ryanair fliegen. Falls Sie beim Klären der Angelegenheit das Gate verpasst haben, lohnt es sich, unseren Ratgeber darüber, was zu tun ist, wenn Sie Ihren Flug verpasst haben, als Lesezeichen zu speichern.

Flughafen-Szenario Druckkosten Wo drucken
Großes Drehkreuz, Full-Service-Airline Oft kostenlos am Schalter der Fluggesellschaft Check-in-Schalter der Fluggesellschaft oder Passagierservice-Punkt in der Abflughalle
Low-Cost-Basis (z. B. Ryanair) Nach Tarif der Fluggesellschaft berechnet – Ryanair bis zu 55 € Check-in-Schalter der Fluggesellschaft; nur selten Selbstbedienungs-Drucker
Sekundärer Low-Cost-Flughafen Tarif der Fluggesellschaft – Wizz Air bis zu 30 €, Ryanair bis zu 55 € Check-in-Schalter in der Abflughalle; in der Regel keine Selbstbedienung
Regionalflughafen, Linienfluggesellschaften Bei den meisten Linienfluggesellschaften in der Regel kostenlos am Schalter Check-in-Schalter oder Informationsschalter des Flughafens
Charter-/Pauschalflug Wird physisch ausgestellt (im üblichen Modell keine Druckgebühr) Schalter des Reiseveranstalters vor der Sicherheitszone

Eines sollte man sich unabhängig vom Flughafen merken: Suchen Sie Hilfe immer vor der Sicherheitszone, nicht danach. Wenn Sie das Problem mit dem Pass erst am Gate zum Flugzeug entdecken und sich die Check-in-Schalter auf der anderen Seite der Kontrolle befinden, kann der Rückweg zu einem ernsthaften Problem werden – ein erneutes Passieren der Sicherheitskontrolle ist zwar möglich, erfordert aber die Zustimmung des Sicherheitspersonals und kostet zusätzliche Zeit. Deshalb lohnt es sich, jeden Zweifel daran, ob der digitale Boarding-Pass funktioniert, vor dem Betreten der Sicherheitszone auszuräumen – eine kurze Überprüfung am Check-in-Schalter kann eine Menge Nerven sparen. Es hilft außerdem, vorab zu wissen, welche Gegenstände Sie nicht ins Flugzeug mitnehmen dürfen, damit die Sicherheitskontrolle selbst reibungslos verläuft.

Lohnt sich ein ausgedruckter Pass als Backup?

Das ist eine Frage, die sich fast jeder Reisende mindestens einmal stellt – besonders kurz vor der Abreise, wenn der Drucker in Reichweite ist und dieses vertraute Gefühl aufkommt: «vielleicht drucke ich es doch aus, nur für alle Fälle». Manche drucken grundsätzlich immer aus und betrachten den Papier-Pass als eine Art Talisman der Ruhe. Andere fliegen seit Jahren nur mit dem Smartphone und können sich nicht vorstellen, warum sie sich mit dem Drucken abmühen sollten. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen – und hängt von der konkreten Situation ab, nicht von einer allgemeinen Reisephilosophie.

Die Argumente für das Ausdrucken des Boarding-Passes sind pragmatischer, als sie zunächst scheinen. Papier hat keinen leeren Akku, friert nicht ein und braucht weder Empfang noch eine aktive App. Wenn Sie früh morgens nach einer schlaflosen Nacht fliegen, mit einem in Eile nur zur Hälfte geladenen Smartphone, nimmt ein Papier-Pass eine Variable aus einer ohnehin stressigen Gleichung. Hinzu kommt die Sache mit bestimmten Strecken und Fluggesellschaften – wie bereits beschrieben, haben manche Airlines spezifische Anforderungen, und Papier erfüllt diese immer, ausnahmslos. Das Ausdrucken des Boarding-Passes zu Hause ist kostenlos und dauert buchstäblich eine Minute, sodass die Kosten dieser Versicherung nahe null liegen.

Andererseits ist die Gewohnheit, gedankenlos alles auszudrucken, ein Relikt aus Zeiten, in denen Smartphones noch unzuverlässig und Flughafen-Scanner eine exotische Neuheit waren. Heute läuft die überwiegende Mehrheit der Reisen – besonders innerhalb Europas, zwischen großen Flughäfen, mit gängigen Fluggesellschaften – völlig problemlos allein mit dem digitalen Pass ab. Für jeden Flug von Mitteleuropa nach Barcelona und zurück, Jahr für Jahr, den Pass auszudrucken, ist in der Praxis eine unnötige Papierverschwendung und ein zusätzlicher Schritt auf einer ohnehin schon langen Liste von Reisevorbereitungen. Das Smartphone, das man immer bei sich hat, ist eine ausreichende Lösung – vorausgesetzt, man ist sich dessen bewusst und richtig vorbereitet.

Wann Sie unbedingt ausdrucken sollten

Es gibt einige konkrete Szenarien, in denen ein Papier-Boarding-Pass keine Option mehr ist, sondern ein vernünftiges Minimum. Drucken Sie den Pass aus, wenn auch nur eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Sie fliegen einen von einem Reisebüro organisierten Charterflug – Sie erhalten den Boarding-Pass ohnehin physisch, aber es lohnt sich, die Buchungsbestätigung ausgedruckt dabei zu haben.
  • Ihr Telefon hat ein beschädigtes Display, ein gesprungenes Panel oder eine Sichtschutzfolie, die Sie nicht entfernen wollen – das Risiko von Scan-Problemen ist real.
  • Sie fliegen außerhalb Europas, besonders nach Afrika, Südasien oder Lateinamerika, wo lokale Vorschriften oder die Infrastruktur ein Papierdokument erfordern können.
  • Der Akku Ihres Telefons liegt vor der Abreise unter 30 %, Sie haben keine Powerbank und wissen, dass die Fahrt zum Flughafen lang ist.
  • Sie reisen mit Kindern oder älteren Personen, die eigene Smartphones mit Pässen haben – ein Papier-Backup pro Gruppe verringert das Risiko eines kollektiven Chaos am Gate erheblich.
  • Ihr Flug hat mehrere Anschlüsse in Ländern außerhalb des Schengen-Raums – bei jeder Grenzkontrolle beseitigt ein Papier-Pass mögliche Missverständnisse mit dem lokalen Personal.

Wann das Smartphone vollkommen ausreicht

Wenn Sie einen Direktflug zwischen zwei europäischen Flughäfen fliegen, durchgeführt von einer großen Fluggesellschaft – LOT, Lufthansa, EasyJet oder Wizz Air – und Ihr Smartphone zu über 50 % geladen ist, gibt es keinen vernünftigen Grund, den Pass auszudrucken. Dasselbe gilt, wenn Sie den Pass offline in Apple Wallet oder Google Wallet gespeichert haben – das ist die stabilste Form des digitalen Boarding-Passes, verfügbar ohne Internet und ohne das Öffnen einer App. Auf kurzen Strecken, an großen europäischen Flughäfen, geht das Personal seit Jahren reibungslos mit digitalen Pässen um und macht auch bei kleineren technischen Schwierigkeiten keine Probleme. Gesunder Menschenverstand und ein geladenes Smartphone reichen bei der überwiegenden Mehrheit der Reisen, die ein durchschnittlicher Reisender pro Jahr unternimmt, völlig aus. Wenn Sie noch abwägen, wie viel Sie überhaupt an Bord mitnehmen dürfen, ist unsere Übersicht darüber, ob Sie zwei Handgepäckstücke mitnehmen dürfen, ein hilfreicher Begleiter.

Reisender überprüft digitalen Boarding-Pass vor dem Abflug

So bereiten Sie den Boarding-Pass auf dem Smartphone vor, damit er nicht versagt

Die meisten Probleme mit einem digitalen Boarding-Pass, die wir in den vorherigen Abschnitten beschrieben haben, haben eines gemeinsam: Sie lassen sich vermeiden. Dafür braucht es kein Fachwissen und keine stundenlange Vorbereitung – nur ein paar konkrete Gewohnheiten, die es sich lohnt, einmal einzuüben und dann vor jeder Abreise automatisch anzuwenden. Der Unterschied zwischen einem Reisenden, der am Gate mit schwarzem Telefondisplay in Panik gerät, und einem, der das Boarding ohne Zwischenfall durchläuft, liegt oft in zehn Minuten, die man am Tag zuvor investiert hat.

Bevor Sie zum Flughafen aufbrechen, lohnt es sich, eine kurze Checkliste durchzugehen, die die größten Risiken auf einen Schlag beseitigt:

  • Speichern Sie den Boarding-Pass direkt nach dem Online-Check-in in Apple Wallet oder Google Wallet – dies ist der wichtigste Schritt, der den Zugriff auf den Pass ohne Internet, ohne Anmeldung und ohne das Öffnen der Airline-App sicherstellt.
  • Machen Sie einen Screenshot des Boarding-Passes und speichern Sie ihn in der Galerie Ihres Telefons – das einfachste Backup, immer verfügbar, selbst wenn die App abstürzt oder Wallet die Zusammenarbeit verweigert.
  • Laden Sie das Telefon vor dem Aufbruch auf mindestens 80 % auf – das klingt selbstverständlich, ist aber genau der Punkt, der in der Hektik der morgendlichen Vorbereitungen am häufigsten unter den Tisch fällt.
  • Nehmen Sie eine Powerbank mit, wenn die Fahrt zum Flughafen lang ist oder Sie mehrere Stunden Wartezeit eingeplant haben – eine Powerbank mit 10.000 mAh reicht für eine vollständige Aufladung der meisten Smartphones völlig aus.
  • Prüfen Sie, ob die Airline-App auf dem neuesten Stand ist – eine veraltete App-Version ist eine der häufigsten Ursachen für unerwartete Fehler bei der Anzeige des Passes.
  • Schalten Sie am Tag vor dem Flug automatische Betriebssystem-Updates aus – ein größeres iOS- oder Android-Update, das über Nacht vor der Abreise installiert wird, ist eine potenzielle Quelle für Überraschungen mit Wallet oder der App.

Apple Wallet und Google Wallet sind mit Abstand die besten Orte, um einen digitalen Boarding-Pass zu speichern – und es lohnt sich zu verstehen, warum. In Wallet gespeicherte Pässe werden lokal auf dem Gerät abgelegt, was bedeutet, dass sie im Flugmodus, ohne WLAN und ganz ohne jede Internetverbindung funktionieren. Darüber hinaus zeigt das iPhone den Boarding-Pass automatisch auf dem Sperrbildschirm an, sobald sich die Abflugzeit nähert und das Telefon erkennt, dass Sie sich in der Nähe des Flughafens befinden – eine Funktion, die so reibungslos funktioniert, dass viele Passagiere die App gar nicht erst öffnen müssen. Google Wallet auf Android bietet ein ähnliches Verhalten, wobei sich die Umsetzung je nach Telefonhersteller und Systemversion leicht unterscheidet.

Ein eigenes Thema ist die Smartwatch als Plan B. Wenn Sie eine mit Ihrem Telefon gekoppelte Uhr mit watchOS oder Wear OS besitzen, wird der in Wallet gespeicherte Boarding-Pass in der Regel automatisch auch auf die Uhr synchronisiert. Das ist eine Lösung, die überraschend gut funktioniert – das Uhrendisplay ist klein, aber die meisten Flughafen-Scanner kommen problemlos damit zurecht, einen QR-Code von einem OLED-Display zu lesen. Die Apple Watch unterstützt Boarding-Pässe seit Jahren nativ und wird von der überwiegenden Mehrheit der europäischen Fluggesellschaften akzeptiert. Wear-OS-Uhren funktionieren ähnlich, wobei die Kompatibilität von der jeweiligen Airline-App abhängt. Es lohnt sich, diese Option einmal zu Hause zu testen, bevor Sie sich am Gate darauf verlassen – das Koppeln des Passes mit der Uhr dauert buchstäblich einen Moment und kann sich als Lebensretter erweisen, wenn sich das Telefon eine ungeplante Ruhepause gönnt.

Zum Schluss noch eine Gewohnheit, die keinerlei Aufwand kostet, aber eine ganze Reise retten kann: Öffnen Sie vor dem Betreten der Sicherheitszone den Boarding-Pass und vergewissern Sie sich, dass er korrekt angezeigt wird. Gehen Sie nicht davon aus, dass er, nur weil er gestern beim Online-Check-in funktioniert hat, auch in zwei Stunden am Gate funktionieren wird. Eine kurze Überprüfung in der Abflughalle, wo Sie noch Zugang zu Servicetheken und volle Ruhe haben, ist unvergleichlich besser, als das Problem erst in der Schlange vor dem Flugzeug zu entdecken. Diese eine Gewohnheit, konsequent vor jedem Flug wiederholt, beseitigt das Risiko unangenehmer Überraschungen fast vollständig – unabhängig davon, von welchem Flughafen und mit welcher Fluggesellschaft Sie fliegen. Und falls Sie noch überlegen, welche Tasche Sie durch dieses Gate begleiten soll, sind unser Ratgeber zu Handgepäck-Maßen, Gewicht und fünf Fallen sowie der Vergleich der Ryanair-Handgepäckmaße und Tipps gute Ausgangspunkte.

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