Handgepäck bekommt die ganze Aufmerksamkeit. Jeder kennt die 100-ml-Fläschchen, den Laptop, der aus der Tasche muss, und die Powerbank, die nicht aufgegeben werden darf. Beim Frachtraum werden die Regeln in den Köpfen vieler Reisender deutlich unschärfer – und Annahmen sind dort besonders oft falsch. Überraschend viele glauben, alles, was in der Kabine verboten ist, könne einfach in den Koffer. Eine kleinere, aber hartnäckige Gruppe glaubt das Gegenteil: Im Aufgabegepäck sei alles erlaubt, solange der Reißverschluss zugeht. Beides stimmt nicht. Beides kostet Reisende Geld, beschlagnahmte Gegenstände und manchmal sogar den Flug. ✈️
Dieser Leitfaden geht vierzehn Gegenstandskategorien durch. Für jede erklären wir, ob sie in den Frachtraum, in die Kabine, an den Körper oder gar nicht in die Nähe eines Flugzeugs gehört. Die folgenden Regeln basieren auf den internationalen Gefahrgutvorschriften für Passagiere auf Flügen von und nach Europa. Einzelne Airlines dürfen zusätzliche Einschränkungen festlegen. Deshalb hat am Ende immer die Gepäckseite der Fluggesellschaft das letzte Wort und, falls erforderlich, deren ausdrückliche Genehmigung. Wir geben dir den Rahmen, die Gründe dahinter und praktische Packtipps für jede Kategorie.
Eine Offenlegung vorab: Wir verkaufen Peli Koffer. Wenn es um empfindliche Ausrüstung im Frachtraum geht, empfehlen wir die Koffer, die wir kennen. Die Regeln gelten unabhängig davon, worin du packst.
Zuerst die Grundlagen: Gewicht, Größe und der Frachtraum
Die meisten europäischen Airlines verkaufen Aufgabegepäck in Gewichtsstufen von 20, 23, 25 oder 32 kg pro Gepäckstück. 32 kg sind fast überall die praktische Obergrenze, weil dies als ergonomisches Limit für das Bodenpersonal gilt. Ein schwereres einzelnes Gepäckstück wird am Schalter meist abgelehnt oder muss umgepackt werden, unabhängig davon, was du bezahlt hast. Größenlimits sind großzügiger als in der Kabine, aber sie existieren. Meist werden Länge, Breite und Höhe addiert. Wenn du mit einer Low-Cost-Airline fliegst, lies vor dem Packen unseren Ryanair-Leitfaden für 20 kg Aufgabegepäck oder den Wizz-Air-Leitfaden für 20 kg. Wenn du verstehen willst, wie Gebühren berechnet werden, erklärt wie Airlines Gepäck messen die Details.
Die zweite Grundlage ist, was der Frachtraum tatsächlich ist. In Passagierflugzeugen ist er druckbeaufschlagt und beheizt. Dein Koffer friert also nicht ein und wird auch nicht vakuumverpackt. Sanft geht es dort trotzdem nicht zu: Gepäck wird gestapelt, gekippt, gezogen und auf dem Weg hin und zurück fallengelassen. Wir haben einen ganzen Artikel darüber geschrieben, was nach dem Check-in mit deinem Koffer passiert. Behalte das bei den folgenden Kategorien im Kopf. Bei vielen Dingen lautet die Frage nicht nur ist es erlaubt, sondern auch überlebt es die Reise.

Die 14 Kategorien
1. Flüssigkeiten, Cremes und Gele 🧴
Aufgabegepäck: ja, ohne 100-ml-Grenze. Die 100-ml-Regel ist eine Sicherheitsregel für die Kabine und keine Gefahrgutregel. Sie gilt nicht für den Frachtraum. Shampoo in Originalgröße, ein Liter Olivenöl, eine Flasche Wein oder ein Glas Honig dürfen in den Koffer. Die praktischen Grenzen sind Gewicht und mögliche Sauerei. Flüssigkeiten sind schwer, und eine zerbrochene Flasche ruiniert alles daneben. Packe Flaschen in verschließbare Beutel, sichere die Verschlüsse und lege sie in die Mitte des Koffers zwischen weiche Sachen statt direkt an die Schale. Parfüm ist wegen seines Alkoholgehalts ein Sonderfall. Details findest du in darf man Parfüm im Flugzeug transportieren.
2. Alkohol 🍷
Aufgabegepäck: ja, innerhalb von Grenzen nach Alkoholgehalt. Entscheidend ist der Alkoholanteil nach Volumen:
- Getränke bis 24 % vol., darunter Bier, Wein und die meisten Aperitifs, gelten nicht als eingeschränktes Gefahrgut. Nur deine Gewichtsfreigrenze begrenzt die Menge.
- Getränke zwischen 24 % und 70 % vol., darunter Spirituosen, sind auf insgesamt 5 Liter pro Passagier begrenzt. Sie müssen in Verkaufsverpackungen und Behältern von höchstens 5 Litern sein. Die Grenze gilt für Aufgabe- und Handgepäck zusammen.
- Alles über 70 % vol. ist im Aufgabe- und Handgepäck verboten. Dazu gehören hochprozentige Spirituosen, manche Absinthsorten und reiner Alkohol für Reinigungszwecke.
Zollregeln sind eine eigene Frage. Die Gefahrgutgrenze bestimmt, was sicher geflogen werden darf. Die Einfuhrfreimenge des Ziellands bestimmt, wie viel du ohne Abgaben mitbringen darfst.
3. Lithiumbatterien, Powerbanks und Ersatzakkus 🔋
Aufgabegepäck: nein bei losen Akkus. Das ist die wichtigste Regel dieses Artikels. Ersatz-Lithium-Ionen- und Lithium-Metall-Batterien, also jede Batterie, die nicht in einem Gerät eingebaut ist, müssen in die Kabine. Dazu gehören Powerbanks, Kameraakkus, Drohnenakkus, Ersatzakkus für Laptops und kleine Knopfzellen im Kamerazubehör. Der Grund ist einfach: Gerät ein Lithiumakku in der Kabine in einen thermischen Durchgehprozess, kann die Crew reagieren. Im Frachtraum kann dasselbe Ereignis zu spät entdeckt werden. Powerbanks gelten ausdrücklich als Ersatzbatterien. Unser Powerbank-Leitfaden erklärt die Wattstunden-Grenzen.
Geräte mit eingebautem Lithiumakku, etwa Laptop, Kamera oder Telefon, sind im Aufgabegepäck grundsätzlich erlaubt, wenn sie vollständig ausgeschaltet und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sowie Beschädigung geschützt sind. Schlafmodus reicht nicht. Mehrere Airlines haben ihre Regeln verschärft und verlangen nach Möglichkeit den Transport in der Kabine. Manche verbieten bestimmte Gerätekategorien vollständig im Frachtraum. Die praktische Empfehlung ist einfach: Hat es einen Lithiumakku, nimm es in die Kabine. Musst du ein Gerät aufgeben, schalte es vollständig aus. Entferne den Akku, wenn das möglich ist, und nimm ihn mit in die Kabine.
Smart Luggage mit eingebautem Akku wird nur akzeptiert, wenn der Akku entnommen und in der Kabine mitgeführt werden kann. Ein Koffer mit nicht entnehmbarem Lithiumakku wird beim Check-in abgelehnt.

4. Drohnen 🚁
Aufgabegepäck: Drohne ja, Akkus nein. Das folgt direkt aus der Batterieregel. Der Drohnenkörper darf ohne Akku aufgegeben werden. Weil Gimbals und Propellerarme empfindlich sind, sollte er in einem Hartschalenkoffer mit passend zugeschnittenem Schaumstoff reisen und nicht in einer weichen Tasche zwischen Kleidung. Jeder Akku, auch der normalerweise eingesetzte, gehört mit geschützten Kontakten in die Kabine. Ideal ist eine feuerhemmende Akkutasche. Die vollständige Vorgehensweise inklusive typischer Fragen am Flughafen findest du in Drohne im Flugzeug transportieren.
5. Kameras, Objektive und Elektronik 📷
Aufgabegepäck: erlaubt und oft trotzdem ein Fehler. Gefahrgutregeln verbieten Kamera, Objektiv oder Festplatte im Aufgabegepäck nicht, solange die Batterieregel eingehalten wird. Zwei Punkte sprechen dagegen. Erstens ist der Frachtraum hart zu empfindlicher Technik. Glas und Präzisionsmechanik mögen keine Stürze vom Förderband auf Beton. Zweitens ist die Haftung begrenzt. Die Entschädigung für verlorenes oder beschädigtes Aufgabegepäck ist nach dem Montrealer Übereinkommen auf etwas mehr als 1.500 Sonderziehungsrechte begrenzt. Das entspricht ungefähr dem Preis eines guten Objektivs. Viele Airlines schließen zerbrechliche Gegenstände und Elektronik in ihren Bedingungen zusätzlich aus. Wenn du Kameraausrüstung aufgeben musst, nutze einen stoßfesten Koffer. Schaumstoff oder gepolsterte Trennwände müssen jede Bewegung verhindern. Sichere ihn mit TSA-zugelassenen Schlössern und fotografiere den Inhalt vor dem Schließen. Genau für diesen Einsatzzweck wurden Peli Air 1637 und 1626 entwickelt.
6. Messer, Werkzeuge und scharfe Gegenstände 🔪
Aufgabegepäck: ja, hier gehören sie hin. Gegenstände mit Klinge oder Spitze, die in der Kabine verboten sind, dürfen normalerweise ins Aufgabegepäck. Dazu gehören Küchenmesser, Multitools, lange Scheren, Schraubendreher, Bohrer, Hämmer und Campingäxte. Verpacke Klingen so, dass sie nicht durch das Gepäck schneiden oder Bodenpersonal verletzen können. Beachte außerdem nationale Zoll- und Waffenregeln für bestimmte Messer. Elektrowerkzeuge mit Lithiumakku folgen der Batterieregel: Werkzeug in den Frachtraum, Akku in die Kabine. Für Berufstätige gibt es unseren separaten Leitfaden zum Fliegen mit Werkzeug.

7. Aerosole und Druckbehälter 💨
Aufgabegepäck: ja für Toilettenartikel und medizinische Aerosole, innerhalb der Grenzwerte. Deosprays, Haarspray, Rasierschaum, Sonnenschutzsprays und medizinische Inhalatoren sind in Aufgabe- und Handgepäck erlaubt. Pro Behälter gelten höchstens 0,5 kg oder 0,5 Liter, insgesamt höchstens 2 kg oder 2 Liter pro Passagier. Kappe oder Ventil müssen gegen unbeabsichtigtes Auslösen geschützt sein. Aerosole, die keine Toilettenartikel oder Medikamente sind, etwa Sprühfarbe, WD-40-ähnliche Schmiermittel, Insektizide oder Kochspray, sind normalerweise vollständig verboten, sofern die Airline sie nicht ausdrücklich zulässt. Im Zweifel kaufst du sie besser am Zielort.
8. Feuerzeuge, Streichhölzer und E-Zigaretten 🚬
Aufgabegepäck: nein. Das überrascht, weil die Regel genau andersherum funktioniert als bei Messern. Ein einzelnes Feuerzeug oder eine kleine Packung Sicherheitsstreichhölzer darf am Körper mitgeführt werden. Sie gehören nicht ins Aufgabegepäck und bei den meisten Airlines auch nicht ins Handgepäck. Nachfüllbehälter, Feuerzeugbenzin, Sturm- und Brennerfeuerzeuge sowie Überallzünder-Streichhölzer sind überall verboten. E-Zigaretten und Vape-Geräte müssen wegen Lithiumakku und Heizelement in die Kabine. Sie dürfen niemals in den Frachtraum und an Bord nicht geladen werden.
9. Campingbrennstoff, Gaskartuschen und Entzündliches ⛺
Aufgabegepäck: nein. Gaskartuschen für Campingkocher, Ersatzbrennstoff jeder Art, bereits benutzte Brennstoffkocher, Signalfackeln, Feuerwerk, Farben, Verdünner und Poolchemikalien sind in Kabine und Frachtraum verboten. Ein leerer, noch nie benutzter Kocher ist zulässig. Ein gebrauchter Kocher, der noch nach Brennstoff riecht, ist es nicht. Reiseziele in abgelegenen Regionen ändern daran nichts: Kaufe den Brennstoff vor Ort. Das gilt ebenso für Propangasflaschen mancher tragbarer Heizgeräte.
10. Schusswaffen und Munition 🎯
Aufgabegepäck: ja, mit Anmeldung, Genehmigungen und verschlossenem Hartschalenkoffer. Sportwaffen reisen ungeladen im Frachtraum. Sie müssen beim Check-in deklariert, in einem starren Koffer verschlossen und vorab von der Airline genehmigt sein. Munition ist auf 5 kg Bruttogewicht pro Passagier begrenzt. Sie muss in Original- oder gleichwertiger Verpackung liegen, sodass Patronen sich nicht frei bewegen können. In manchen Rechtsordnungen darf Munition nicht zusammen mit der Waffe liegen, in anderen muss sie zusammen transportiert werden. Prüfe deshalb die konkrete Airline und alle beteiligten Länder, auch Transitstaaten. Jedes Land hat eigene Genehmigungsvorschriften. Peli Waffenkoffer sind genau für diesen Ablauf gebaut. Ein verschlossener, starrer Koffer ist hier keine Option, sondern Teil der Regel.

11. Lebensmittel 🍫
Aufgabegepäck: ja, abhängig vom Zoll am Zielort. Die Luftfahrtregeln interessieren sich nur wenig für Lebensmittel. Schokolade, Käse, Wurstwaren, Gewürze, Kaffee und Konserven dürfen aufgegeben werden. Entscheidend ist die Grenze, die du überquerst. Die EU beschränkt die Einfuhr vieler Fleisch- und Milchprodukte aus Nicht-EU-Ländern. Länder wie Australien, Neuseeland und die USA kontrollieren frische Lebensmittel, Samen und tierische Produkte besonders streng. Verpacke Lebensmittel dicht. Aufgabegepäck wird häufiger kontrolliert, als viele glauben, und ein geplatztes Marmeladenglas ist kein schöner Reiseabschluss.
12. Medikamente und medizinische Geräte 💊
Aufgabegepäck: erlaubt, aber wichtige Medikamente gehören zu dir. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen aufgegeben werden. Sinnvoll ist trotzdem, mindestens den Bedarf für mehrere Tage mit Rezept oder Nachweis in der Kabine mitzunehmen. Ein verspäteter Koffer sollte kein medizinisches Problem auslösen. Kühlpflichtige Medikamente brauchen Planung. Unser Leitfaden zum Reisen mit gekühlten Medikamenten erklärt Kühlmöglichkeiten. Manche gängigen Medikamente sind in bestimmten Ländern trotz Rezept eingeschränkt oder illegal. Das behandeln wir in im Ausland verbotene Medikamente. Mobilitätshilfen, CPAP-Geräte und ähnliche medizinische Geräte werden meist kostenlos außerhalb der normalen Freigepäckmenge befördert. Ihre Lithiumakkus folgen dennoch den Batterieregeln, größere Akkus benötigen die Genehmigung der Airline.
13. Sport- und Outdoor-Ausrüstung 🏄
Aufgabegepäck: ja, meist als separates Sportgepäck. Fahrräder, Ski, Surfbretter, Golfschläger, Tauchausrüstung und Hockeyschläger dürfen in den Frachtraum. Fast immer müssen sie als Sportgepäck angemeldet werden und haben eigene Gebühren sowie Verpackungsvorgaben. Tauchflaschen müssen leer und das Ventil geöffnet sein. Atemregler sind erlaubt. CO2-Kartuschen für Fahrradreifen und Rettungswesten sind zahlenmäßig begrenzt und müssen deklariert werden. Harpunenspitzen und Pfeile gehören in den Frachtraum, niemals in die Kabine. Die einzelnen Schritte inklusive Gebühren findest du in Sportausrüstung für einen Flug einchecken.
14. Bargeld, Dokumente, Schmuck und Unersetzliches 💍
Aufgabegepäck: legal und fast immer eine schlechte Idee. Es gibt keine Luftfahrtregel, die Bargeld, Reisepässe, Hausschlüssel, Schmuck oder das einzige Exemplar eines Vertrags im Frachtraum verbietet. Es gibt aber auch kaum sinnvolle Entschädigung, wenn der Koffer verschwindet. Airlines schließen Wertgegenstände häufig von ihrer Haftung aus, und die Montrealer Haftungsgrenze würde viele Werte ohnehin nicht abdecken. Rund 99 Prozent verspäteter Gepäckstücke werden irgendwann zurückgegeben. Ein Koffer, der drei Tage lang Medikamente, Schlüssel und Ersatzbrille enthält, kann eine Reise trotzdem ruinieren. Die Faustregel erfahrener Vielflieger lautet: Wenn der Verlust die Reise zerstören würde, bleibt es bei dir. Falls doch etwas schiefgeht, erklärt unser Leitfaden zur Reklamation bei verlorenem Gepäck Ablauf und Fristen.

Peli Reisekoffer für den Frachtraum
Schnellübersicht
Die Tabelle fasst die vierzehn Kategorien zusammen. Airlines dürfen strengere Regeln anwenden. Die dritte Spalte zeigt, wann die Kabine die richtige Wahl ist.
| Gegenstand | Aufgabegepäck | Kabine | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Flüssigkeiten über 100 ml | Ja | Nein | Dicht verpacken und gegen Bruch polstern |
| Alkohol bis 24 % | Ja | Nur Duty-free | Nur die Gewichtsgrenze limitiert die Menge |
| Alkohol 24 bis 70 % | Ja, 5 l pro Person | Nur Duty-free | Verkaufsverpackung |
| Alkohol über 70 % | Nein | Nein | Verboten |
| Powerbanks, Ersatzakkus | Nein | Ja | Wattstunden-Grenzen gelten |
| Geräte mit eingebautem Akku | Meist ja, ausgeschaltet | Ja | Viele Airlines bevorzugen die Kabine |
| Drohnenkörper | Ja | Ja | Akkus nur in der Kabine |
| Messer, Werkzeuge | Ja | Nein | Klingen sichern; Werkzeugakkus in die Kabine |
| Toiletten-Aerosole | Ja, 0,5 l je Behälter, 2 l gesamt | Ja, unter 100 ml | Ventil schützen |
| Feuerzeuge, Streichhölzer | Nein | Ein Stück am Körper | Keine Nachfüllflüssigkeit |
| E-Zigaretten | Nein | Ja | An Bord niemals laden |
| Gaskartuschen, Brennstoff, Feuerwerk | Nein | Nein | Am Zielort kaufen |
| Schusswaffen, Munition | Ja, deklariert und im verschlossenen Koffer | Nein | Genehmigungen; maximal 5 kg Munition |
| Lebensmittel | Ja | Meistens | Zollregeln am Zielort |
| Medikamente | Ja | Ja, empfohlen | Vorrat für mehrere Tage mitnehmen |
| Sportausrüstung | Ja, als Sportgepäck | Selten | Gebühren, Flaschen müssen leer sein |
| Bargeld, Dokumente, Schmuck | Erlaubt, nicht empfohlen | Ja | Oft von der Haftung ausgeschlossen |
So packst du Aufgabegepäck, damit der Inhalt heil ankommt
Zu wissen, was erlaubt ist, ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte besteht darin, alles unbeschädigt ans Ziel zu bringen. Der Frachtraum verzeiht wenig. Diese Regeln nutzen erfahrene Reisende:
- Schwere Dinge tief und mittig. Ein Koffer steht beim Laden auf den Rollen und wird auf den Rücken gekippt. Gewicht nahe den Rollen stabilisiert ihn und reduziert die Belastung der Schale.
- Nichts Hartes direkt an die Schale. Lege Kleidung oder Schaumstoff zwischen starre Gegenstände und die Außenwand. Eine Schale kann einen Schlag überstehen, der trotzdem auf ein angepresstes Objektiv übertragen wird.
- Koffer füllen oder Inhalt komprimieren. Lose Gegenstände bewegen sich und bewegte Gegenstände gehen kaputt. Packwürfel, Kompressionsgurte oder gepolsterte Trennwände halten alles an seinem Platz.
- Flüssigkeiten doppelt verpacken und mittig platzieren. Flaschen brechen besonders leicht am Rand, wenn etwas auf den Koffer fällt.
- Für Wertvolles lieber Verschlüsse als Reißverschlüsse. Ein Reißverschluss lässt sich mit einem Stift öffnen und wieder schließen, ohne Spuren zu hinterlassen. Ein verriegelter Koffer nicht. Bei aufgegebener Ausrüstung ist das wichtiger als das Material der Schale.
- TSA-zugelassene Schlösser. Sicherheitsbehörden dürfen Aufgabegepäck in vielen Ländern öffnen. Ein TSA-Schloss kann mit Generalschlüssel geöffnet und wieder verschlossen werden. Andere Schlösser können aufgeschnitten werden.
- Fotografiere den gepackten und den geschlossenen Koffer. Falls etwas schiefgeht, hast du einen Nachweis über Inhalt und Zustand beim Check-in.
- Entnehmbare Akkus heraus, Ersatzakkus in die Kabine. Erledige das zu Hause und nicht am Schalter. Schütze bei jedem Akku die Kontakte.
Bei Ausrüstung, die im Frachtraum reisen muss, liegt hier der Unterschied zwischen Reisekoffer und Schutzkoffer. Ein Reisekoffer hält Kleidung. Ein Schutzkoffer hält Ausrüstung, die sich nicht bewegen und nicht nass werden darf. Peli Air 1615 und 1637 sowie die tieferen Modelle 1626 und 1606 sind für genau diese zweite Aufgabe gebaut: stoßgeprüfte Schalen, IP67-Dichtung gegen Wasser und Staub, Verschlüsse statt Reißverschlüsse und Innenausstattung mit Schaumstoff, gepolsterten Trennwänden oder TrekPak-Raster. Jeder Gegenstand hat seinen festen Platz. Der Artikel über zehn Packfehler, die Geld kosten erklärt den Rest.

Peli Ausrüstungskoffer für Aufgabegepäck
Was du trotz Erlaubnis nicht ins Aufgabegepäck packen solltest
Erfahrene Reisende haben eine kurze Liste im Kopf. Die Regeln erlauben diese Dinge, die Erfahrung spricht dagegen:
- Alles, was du am Ankunftstag brauchst: Medikamente, Ladegeräte, Wechselkleidung und Kontaktlinsen.
- Dein Kameragehäuse und dein bestes Objektiv. Stativ, Licht und notfalls den zweiten Body kannst du aufgeben. Das Set, dessen Verlust wirklich weh tun würde, bleibt bei dir.
- Laptop und Festplatten mit nicht gesicherten Daten.
- Mehr Bargeld, als du problemlos verlieren könntest.
- Sehhilfe oder Ersatzbrille.
- Haus- und Autoschlüssel.
- Geschenke, die schwer zu ersetzen sind.
Nichts davon ist eine Sicherheitsregel. Es ist die gesammelte Erfahrung von Menschen, die um Mitternacht am Lost-Baggage-Schalter standen. Wenn du regelmäßig mit Aufgabegepäck fliegst, lohnt sich auch wie du Gepäckgebühren vermeidest. Manchmal ist der am besten gepackte Koffer derjenige, den du gar nicht aufgeben musst.

Häufig gestellte Fragen
Darf eine Powerbank ins Aufgabegepäck?
Nein. Powerbanks gelten als lose Lithiumbatterien und müssen in der Kabine mitgeführt werden. Wird eine Powerbank im Aufgabegepäck gefunden, wird sie entfernt. Bei manchen Airlines wird der Koffer ausgeladen und der Passagier ausgerufen.
Darf ich einen Laptop aufgeben?
Meist ja, wenn er vollständig ausgeschaltet und gegen Schäden geschützt ist. Die meisten Airlines empfehlen trotzdem die Kabine. Wegen der Haftungsgrenzen würdest du bei Verlust oder Schaden oft nicht angemessen entschädigt. Nimm ihn besser mit.
Gibt es eine Flüssigkeitsgrenze im Aufgabegepäck?
Die 100-ml-Regel gilt dort nicht. Grenzen ergeben sich nur aus Gewicht, Alkoholvorschriften und Aerosolgrenzen. Verpacke Flüssigkeiten so, dass nichts auslaufen kann.
Wie viel Alkohol darf ich im Aufgabegepäck mitnehmen?
Bis zu 5 Liter Spirituosen zwischen 24 und 70 Prozent in Verkaufsverpackungen. Für Getränke unter 24 Prozent gibt es keine luftfahrtrechtliche Mengenbegrenzung. Über 70 Prozent ist verboten. Zollfreimengen am Zielort gelten zusätzlich.
Darf ich meinen aufgegebenen Koffer abschließen?
Ja, und das solltest du mit einem TSA-zugelassenen Schloss tun. Sicherheitsbehörden können es mit einem Generalschlüssel öffnen und wieder verschließen. Andere Schlösser können bei einer Kontrolle aufgeschnitten werden.
Was passiert, wenn ein verbotener Gegenstand im Aufgabegepäck gefunden wird?
Das hängt vom Gegenstand ab. Verbotenes Gefahrgut wird entfernt und kann zu Befragung oder Geldbuße führen. Eine Lithiumbatterie kann dazu führen, dass der Koffer ausgeladen und der Passagier ausgerufen wird. Dinge, die nur unklug sind, etwa Bargeld, bleiben dein eigenes Risiko.
Darf ich eine Drohne mit eingesetztem Akku aufgeben?
Nein. Der Akku muss entfernt und mit geschützten Kontakten in der Kabine transportiert werden. Der Drohnenkörper darf aufgegeben werden, idealerweise in einem Hartschalenkoffer mit Schaumstoff.
Wird es im Frachtraum kalt oder ist er drucklos?
Bei Passagierflugzeugen ist der Frachtraum druckbeaufschlagt und beheizt. Flüssigkeiten frieren daher nicht ein und Koffer werden nicht durch Unterdruck versiegelt. Bei reinen Frachtflugzeugen kann das anders sein, dein normal aufgegebenes Reisegepäck fliegt jedoch nicht dort.
Die Kurzfassung
Flüssigkeiten, Alkohol unter 70 Prozent, Messer, Werkzeuge, Toiletten-Aerosole, Lebensmittel, Sportausrüstung und mit den richtigen Genehmigungen auch Schusswaffen gehören in den Frachtraum. Lose Lithiumbatterien, Nachfüllbehälter für Feuerzeuge, Gaskartuschen und E-Zigaretten gehören dort nicht hin. Elektronik, Bargeld und unersetzliche Dinge dürfen rechtlich oft aufgegeben werden, sollten es aber nicht. Ordne jeden Gegenstand der richtigen Kategorie zu, verhindere Bewegung im Koffer, nutze ein Schloss, das Sicherheitsbehörden öffnen können, und fotografiere den Inhalt vor der Abgabe. Den Rest erledigt das Gepäckband. 🌍










